PHASE I - Projektstart Baumschule

Laufzeit: 1997-2013

Hauptziel: Erosionsschutz durch Aufforstung

Zielgebiet: 6 Kebeles (kleinste Verwaltungseinheit) mit ca. 3.100 Haushalten

1997

begannen die Gründungsmitglieder des Vereins mit dem Sammeln von Spenden und dem Suchen eines Projektpartners in Äthiopien. Nach zwei Jahren hatte man einen guten Grundstock zusammen und mit Hilfe von Denbeshu Debeko in der Mekane-Yesus-Kirche den äthiopischen Projektpartner gefunden, ohne den ein Entwicklungsprojekt in Äthiopien nicht stattfinden kann.

1999

wurde die Baumschule am Lalita-Bach angelegt. Dort wurden jährlich über 100.000 Baumsetzlinge herangezogen und an interessierte Bauern verteilt. Ein Drittel der Projektkosten mussten die teilnehmenden Landwirte durch Arbeitleistung beisteuern. Durch die Bäume konnte einerseits neues Nutzholz angepflanzt werden. Gleichzeitg wurden die Landbesitzer informiert, wie wichtig es ist, Bäume zu pflanzen, um die Böden vor Erosion zu schützen. Kosso-Bäume spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Die Aufforstung war das langfristige Projekt. Schwierigkeiten ergaben sich aus dem Zusammenspiel mit den Rindern, die die jungen Setzlinge fraßen. Zunächst sollten die Bäume durch Einzelzäune vor den Rindern geschützt werden. Dies erwies sich jedoch als zu aufwendig. Der Erfolg stellte sich mit dem Einrichten von Schutzzonen ein: 30 Hektar Land wurden abgezäunt, in denen sich die Vegetation unbehelligt von den Rindern entwickeln konnte. Die Rinder wurden jetzt im Stall gehalten und mit dem gemähten Gras von den abgezäunten Flächen gefüttert. Dies führte zu größerem Gewicht und höherer Milchleistung.

Gleichzeitig zum langfristigen Kernprojekt starteten mehrere kleinere Projekte mit kürzeren Laufzeiten. Für die Finanzierung galt das gleiche Prinzip wie bei der Baumschule: Ein Drittel Eigenleistung musste erbracht werden. Die schnell sichtbaren Erfolge sollten sowohl die Menschen in Meno als auch die Vereinsmitglieder in Deutschland motivieren. Weitere sinnvolle Projekte fanden sich immer!

2001

wurde ein Brunnen gebaut.

2003

wurden in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium zwei Jersey-Zuchtbullen angeschafft und eine Zuchtstation eingerichtet. Durch das Einkreuzen dieser Rasse wurde die Milchleistung der einheimischen Zebus verfünffacht und auch die Verkaufspreise für die Rinder stiegen entsprechend.

2002

 

finanzierten wir die Ausstattung der Shafame-Tarche-Grundschule mit Tischen, Bänken und Tafeln.

Insgesamt wurden im Projektzeitraum drei Schulen in Meno um insgesamt sechs Schulgebäude erweitert.

Im selben Jahr wurden erstmals Apfelbaum-Setzlinge gekauft und gepflanzt. Um diese ordentlich hegen zu können, wurden einige Menschen in der Apfelbaumzucht geschult.

Ab 2004

wurden zunächst 24 Zebu-Färsen (weibliche Kälber) an die ärmsten Bauern verteilt. Diese verpflichteten sich, an dem Zuchtprogramm teilzunehmen und die jeweils erstgeborene Zebu-Jersey-Färse an einen anderen armen Bauern abzugeben. Später folgte ein ähnliches Programm mit ca. 120 Schafen. Insgesamt profitierten 300 Familien von beiden Programmen.

Die Imkerei hat in Äthiopien und in Meno eine lange Tradition. Mit modernen Bienenkörben und der entsprechenden Schulung konnten die Imker ihren Honigertrag steigern.

Auf Kirche und Schule in Mollo wurden Solarzellen installiert. In der Schule wurde dadurch Abendunterricht für die Erwachsenen möglich.

Hilfe für die Entwicklung des Hochlandes Meno in Äthiopien e.V. 

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