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Abschied aus Äthiopien

30.1.2023

Heute morgen sind wir in Awassa auf den Markt gegangen. Denebshu, Ermias und Tamrui haben uns begleitet. Wir suchten eine Gabi - ein traditioneller Umhang des Volkes der Sidame, der im Meno-Hochland getragen wird. Bei Denbeshu und seinen Verwandten konnten wir solche Gabis bewundern. Nach einer kurzen Suche durch verwinkelte Marktgäßchen, wurden wir in einem kleinen Laden fündig.

Ein Glück handelte Denbeshu und Ermias einen guten Preis aus, sodass letztlich jeder von uns seine Gabi in den Händen halten konnte.

Mit großem Bahnhof wurden wir empfangen, und genauso wurden wir auch wiedet verabschiedet. Denbeshu, Ermias, Tamrui, Gambatas Sohn, Daniel und sein Bruder fuhren uns zum Flughafen. Nachdem der Verabschiedung und dem obligatorischen Gruppenfoto ging es wieder mit einer Propellermaschine Richtung Adis Abeba.

Mit vielen Eindrücken nach zehn intensiven und ereignisreichen Tagen sind wir nun im Hotel in Adis Abeba und versuchen ein kleines Fazit zu ziehen:

Wir wurden im Meno-Hochland sehr herzlich aufgenommen. Nicht nur Denbeshus Familie kümmerte sich liebevoll um uns, auch fremde Menschen begrüßten uns auf der Straße und gaben uns mit Gesten ihre Dankbarkeit zum Ausdruck.

Es war sehr schön zu erkennen, dass im Vergleich zu dem Eindruck, den Helmut bei seinem letzten Besuch vor über 10 Jahren hatte, sich das Erscheinungsbild des Meno-Hochlandes deutlich in Richtung Grüne Bäume und Sträucher gewandelt hat. Bäume, die damals gerade gepflanzt worden waren, zeigten jetzt ihre volle Pracht. Die Kreuzung der Jerseybullen mit den einheimischen Zeburindern wird bei den meisten Bauern praktiziert, auch wenn sie nicht unbedingt am Area-Exclosure Programm teilnehmen. Einige Bauern haben Abfelbäume und produzieren Honig. Es kann also von einem prinzipiellen Erfolg des Meno-Projektes bzw. von Denbeshus Arbeit gesprochen werden.

Totz dieser Erfolge ist nach wie vor ziemlich viel Überzeugungsarbeit notwendig, um noch mehr Bauern von der Idee des Area-exclosure-Projektes zu begeistern. Zumal die Lebenshaltungskosten z.B. Kleidung und Schulmaterial sehr teuer geworden sind.

Während unseres Besuchs haben sich gute Entwicklungen ergeben die uns positiv für die Zukunft stimmen. Da ist das Interesse, das bei der GIZ für das Meno-Projekt geweckt wurde.

Die Gespräche mit den Mitarbeitern des regionalen GIZ- Büro in Hawassa verliefen überaus vielversprechend. Insbesondere der spontane Besuch im Meno-Hochland zeugt von ihrem Interesse sowie der Wertschätzung des Projekts.

Zudem möchten hoch angesehene Bauern beim Projekt intensiver mit machen. Z.B ein Bauer, der die Projekt-Idee mit all seinen Unteraspekten komplett ohne jede Prämie umgesetzt hat, und sich in der Bauernkooperative einbringen möchten. Er hat es vom armen Bauern sogar bis zum Abgeordneten der äthiopischen Nationalversammlung geschafft. Oder ein anderer Bauer, der mal Vorsteher des Kebele Soka-Sonicho war.

Da sind auch die Neffen von Denbeshu, Ermia und Tamrui, die sehr motiviert sind ggf. eine ökonomische Verbindung mit Aktivitäten in Wondo oder Awassa herzustellen.

Wir können also optimistisch in die Zukunft schauen.


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